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SEPA Ade?

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Das Ende der Lastschrift?

Eines der beliebtesten Zahlungswege ist die SEPA Lastschrift. Obwohl es Europaweit angeboten wird, wird es fast ausschließlich in Deutschland und Österreich von den Händlern angeboten und von den Kunden gerne angenommen.

Dabei hat ein Händler mit der SEPA Lastschrift ein erhöhtes Risiko. Man liefert die Ware und zieht den Betrag ein, aber ein Kunde hat die Möglichkeit bis zu 8 Wochen den Betrag zurück buchen zu lassen. Es gibt also durchaus Missbrauch. Die Statistik weist 2 - 3% Rückbuchungen im Jahr aus, oftmals in einer Preisregion, bei dem der Händler zweimal überlegt, ob er den Rechtsweg beschreitet. Denn oftmals ist der Aufwand 10 EUR zu erstreiten einfach zu hoch.

Dennoch klappt das System recht gut. Bei größeren Summen nutzen die Händler oftmals eine Bonitätsauskunft. Das Lastschriftverfahren wird von deutschen Händlern jedoch so gut wie nicht im europäischen Ausland angeboten. Der Grund ist zum einen, dass das Lastschriftverfahren dort traditionsgemäß nicht genutzt wird, zum anderen sind die Kosten um eine Bonitätsprüfung durchführen zu lassen, zum Teil um das sechzehnfache höher. Dazu kommt, dass das Verfahren, Geld im Ausland einzuklagen nochmals verkompliziert.

Der österreichische Verbraucherschutzverband in Österreich hat gegen die Deutsche Bahn geklagt, weil diese nur dann das SEPA-Lastschriftverfahren anbieten, wenn der Kunde einen Wohnsitz in Deutschland hat.

Der Europäische Gerichtshof hat nun festgestellt, dass diese Praxis gegen das EU Recht verstößt. Wenn man Lastschrift anbietet, dann auch für Kunden in EU Ländern. Das wird nun dazu führen, dass die Lastschrift von vielen Onlinehändlern zukünftig nicht mehr angeboten wird, weil ihnen das Verfahren zu teuer werden könnte.

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